Samstag, 29. August 2026
Die Tage danach vergingen wie im Flug, die Landschaft änderte sich und es wurde allmählich kälter.
Ihre kleine Gruppe kam gut voran, Arol war zurückgeblieben, warüber eine mindestens sehr froh war, Beowulf war an der Spitze, Aylan, merkwürdig still, seit mehreren Tagen an seiner Seite.


Dianea, die Wüstenprinzessin und Karion bildeten den Abschluss.
Eine so kleine Gruppe, würde in dem Gebiet kaum auffallen, war ihnen gesagt worden, und da war etwas dran, weil um die Jahreszeit war kaum jemand unterwegs, den meisten war einfach zu kalt.

Es gab mehrere Pfade in Richtung Norden, sie nahmen einen, der wenig benutzt war. Der Wald wurde dichter und das ein Pfad war, konnte man an manchen Stellen, an anderen noch erahnen.

Irgendwo sollten sie vom Weg ab und einen Teil durch den Wald selbst nehmen. Sie hatten eine Karte mitbekommen und Aylan konnte sie lesen.

Dianea war ein Stadtkind, sie war einer Stadt im Süden aufgewachsen, gemeinsam, mit Karion, in der Stadt, wo sich kennengelernt hatten, in einer Diebesgilde.

Jetzt bald mitten in den Wald hinzureiten, machten ihr jetzt schon Angst. Nachts im Wald zu nächtigen gehörte nicht zu ihren Träumen.So ganz und gar nicht, in ihren Träumen wäre sie in einer Stadt im Süden, nach einem erfolgreichen Beutegang in einem wunderschönen Badehaus gewesen, hätte sich massieren lassen und sich verwöhnen lassen. Das hier war überhaupt nicht ihr Ding. Sie hasste es jetzt schon und sie waren erst wenige Tage unterwegs und mussten noch im Wald schlafen.


Wo Hase und Igel sich gute Nacht sagen, sie spuckte auf den Boden. „Was ist los, Kleine?“ Karion war neben sie getreten und musterte ihre Miene, er hatte sein übliches Grinsen aufgesetzt.

„Ich mag keine Wälder“ Er lachte. „Wie ist es bei dir, du kommst auch aus Ishtar?“

Ja, schon, doch als sehr junger Mann war ich Söldner für verschiedene Herren, ich reiste damals mit einem noch jüngeren Elben durch die Gegend, wir haben uns beide getroffen und gemeinsam beschlossen, besser zusammen zu reisen, und schließlich auch zu kämpfen, da waren auch in vielen Wäldern unterwegs, haben Karwanen bewacht.

Sie schaute ihn überrascht an, „das wusste ich gar nicht, das du als Söldner gerarbeitet hattest, bevor in der Diebesgilde anfingst, ich dachte du wärest immer da gewesen.“ „ich habe irgendwann, relativ schnell gemerkt, dass man nicht alles über sich mitteilen muss; vor allem nicht jedem, aber wir sind auf Gedeih und Verderb auf einander angewiesen. Sie gingen eine Weile nebeneinander her, „wir haben uns nie richtig unterhalten“, sie schaute ihn an, er grinste, und sagte „Gut, wenn Dir heute ein Monster begegnet ruf einfach Beowolf, der richtet das schon.“
Sie knüpfe ihm in die Seite. Er grinste noch mehr.